Wie wir Bewegung verstehen

Der Raum, die Beziehung zwischen zwei Polen, die spiralige Verschraubung, der Einsatz des Bewusstseins - dies sind die Grundelemente unseres Ansatzes.

Unsere Bewegungen stehen stets in Beziehung zum Raum, in dem wir uns bewegen. Aber auch die Raumeinheiten unseres Körpers sind von Belang. Diese weisen zwei Pole auf, bei der Raumeinheit Rumpf zum Beispiel das Becken und das Kopfgelenk. Indem wir lernen, uns maximal aufzurichten, das heisst die Distanz zwischen diese beiden Polen zu vergrössern, erzielen wir eine gleichmässigere Druckbelastung auf die Wirbelgelenke und Bandscheiben, so dass die Gefahr einer einseitigen Abnützung abnimmt.

Die spiralige Verschraubung ist ein universales Prinzip. In der Natur finden wir sie überall, von den Spiralnebeln im Weltraum über die sich windenden Pflanzen bis zur Doppelhelix, in der unser Erbcode organisiert ist. Auch die menschliche Bewegung beruht darauf. Das spiraldynamische Konzept zergliedert unsere Bewegungsabläufe nicht in eindimensionale Komponenten, sondern hilft uns, Bewegungen in ihrer ganzen Komplexität zu verstehen und koordinieren.

Um zu einer günstigen Haltungs- und Bewegungskoordination zu gelangen, müssen die meisten von uns auch blockierende Verspannungen lösen lernen. Was zwar nicht einfach ist, aber trotzdem machbar, denn beim Trainieren schulen wir stets unsere Bewegungswahrnehmung und erweitern unser Bewegungsbewusstsein. So können wir Haltungs- und Bewegungsmuster, die uns schaden, mit der Zeit ändern.


Bild: uni nova